Natürlich Schlafen

Wenn dein kleines Steinzeitbaby müde wird, sehnt es sich nach deiner Nähe. Dass das Baby nicht einfach irgendwo von alleine einschläft ist von der Natur so eingerichtet. Es kann ja nicht wissen, dass hier keine Raubtiere lauern und es nicht erfrieren wird oder zurückgelassen wird, während es schläft. Auch in der Nacht prüft es, ob du noch da bist und somit alles sicher ist. Nicht durchzuschlafen ist also einfach ein sinnvoller Überlebensinstinkt.

 

Ein Baby muss nicht "schlafen lernen", es kann von Geburt an schlafen - vielleicht  nicht genau so, wie wir das gern hätten, aber genau so wie es von der Natur aus guten Gründen eingerichtet wurde. Babys sind perfekt, so wie sie sind.

 

Unsere Tipps:

  • Hilf deinem Baby beim Einschlafen. Damit es nicht zu sehr von einer einzigen Einschlafhilfe abhängig wird, zeigst du ihm am besten, dass es auf verschiedene Arten in den Schlaf finden kann: Mal trägst du es, mal stillst du, mal legst du es hin und singst.
  • Gib dem Baby das Urvertrauen, dass du jederzeit für es da bist. Auch in der Nacht.
  • Lass dein Baby bei dir schlafen. So musst du nicht aufstehen, wenn es dich braucht und dein Schlafrhythmus gleicht sich dem des Babys an - so wirst du nicht aus dem Tiefschlaf gerissen. Achte dabei auf sicheres Co-Sleeping!
  • Entspannte Babys schlafen besser. Setze es tagsüber möglichst wenig Reizen aus (zum Beispiel indem du es trägst, statt es im Kinderwagen zu schieben). Wenn es abends viel weint, um Reize abzubauen oder Gedanken, Gefühle, Traumata etc. zu verarbeiten, dann versuche es nicht durch Wiegen/Schaukeln/Nuggi etc. vom Weinen abzuhalten, sondern begleite es einfühlsam dabei. Setz dich mit ihm hin, halte es im Arm, sei für es präsent, hör ihm zu. Babys die sich auf diese Weise in den Armen der Eltern ausweinen dürfen, sind danach oft entspannt und schlafen tief.
  • Schlaftrainings stehen wir kritisch gegenüber. Sie berücksichtigen selten die natürlichen Aspekt des Babyschlafs sondern versuchen, das Baby in den Terminplan der Eltern einzufügen. Häufig mit fatalen Folgen für die Eltern-Kind-Bindung, die sich oft erst im Erwachsenenalter zeigen.

Am Vortrag «Babys schlafen anders» erfährst du spannendes Wissen rund um den Schlaf von Neugeborenen bis ca. 6 Monate. Du erhältst hilfreiche Fakten über den Babyschlaf, nützliche Tips und Hilfsmöglichkeiten, und erfährst was Experten zu Schlaftrainings sagen. Dies hilft dir, dich in dein Baby einzufühlen und Probleme zu vermeiden oder zu lösen.


Buchtipps zum Babyschlaf

Schlaf gut, Baby! öffnet eine ganz neue Perspektive auf den Schlaf von Kindern. Das erfahrene Autorenteam räumt Mythen und Ängste rund um den Kinderschlaf von 0 bis 6 Jahren aus dem Weg und plädiert für eine entwicklungsgerechte, individuelle Wahrnehmung des Kindes - fernab von starren Regeln. Einfühlsam und auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Hilfestellungen ermutigen die Autoren dazu, einen eigenen Weg zu suchen, um dem Baby das Schlafen sanft zu erleichtern. 

 

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Babys sollten genug weinen dürfen. Nicht immer sind Hunger, nasse Windeln oder Bauchschmerzen die Gründe, warum Babys weinen. Auch emotionaler Stress und Spannungen brechen sich über das Weinen Bahn. Wird das Baby nicht daran gehindert, sondern darf sich in der liebevollen Umarmung der Eltern ausweinen, kann es die notwendige Entlastung erfahren, um wieder seine innere Ruhe und Entspannung zu finden. Baby die eine solch tiefe Entspannung erfahren dürfen, schlafen danach viel ruhiger.

 

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